6. Anthroposophie und Agnostizismus

GA 82/1922-04-12/p007 ·1922-04-12 · original (original)
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Wenn nun beim Aufwachen das Seelische hinüberzieht in den Leib, so ist es mit dem rein Gedanklichen so, daß das allerdings nicht weiter untertaucht als nur bis zu demjenigen, was als Luftartiges in unserem Leibe ist. Das Gedankliche ergreift das Luftartige. Es ist ganz falsch, wenn man bloß vom Gedanklichen redet, zu reden davon, daß da schwingende Nervenvorgänge wären und dergleichen. Das alles enthüllt sich für die imaginative Anschauung, daß der bloße Gedanke, der auch im Traume lebt, zunächst das Luftförmige ergreift. Dann, indem dieses Luftförmige in bestimmte Vorgänge kommt, werden die Gedanken übertragen auf das wäßrige Element, und von da prägen sie sich ein dem festen, dem salzartigen Element. Dadurch ist es möglich, daß später die Reflexe heraufkommen als Erinnerungen, und zwar durch Vorgänge, deren Schilderung ich aus Mangel an Zeit leider unterlassen muß, obwohl sie sehr interessant sind.

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