{"corpus":"steiner","locus":"GA 82/1922-04-12/p042","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dann aber fanden sich, allerdings außer einigen Wenigen, die ja von Anfang an gerade auch mehr auf philosophischem Gebiet mitgearbeitet haben, wie Herr Dr. Unger, immer mehr jüngere Kräfte. Und wir hätten ja niemals die Freie Waldorfschule in Stuttgart begründen können, wenn nicht aus anthroposophischem Geiste heraus wirklich von einer Anzahl Persönlichkeiten ergriffen worden wären die einzelnen Fächer der Wissenschaften im anthroposophischen Sinne. Denn nur dadurch konnte das auch in Pädagogik und Didaktik übergehen. Dadurch ist es ja auch möglich geworden, immer mehr und mehr auszudehnen dasjenige, was früher nur für einzelne schlichte Gemüter da war, und wirklich in einer gewissen Weise nun wiederum zur Wissenschaft zurückzukehren. Heute können wir schon auf ein weiteres Feld sehen. Und es hat Ihnen ja eine Probe gegeben werden sollen von diesem weiteren Felde, auf dem wir heute schon arbeiten können, dank einer ganzen Anzahl von jüngeren Kräften, die mit außerordentlich großer Hingabe arbeiten an der Ausgestaltung des anthroposophischen Geistes in den einzelnen konkreten Wissenschaften. Man darf ja sagen, manches wäre auch nach anderer Richtung noch zu wünschen. Es ist ja auch noch im Beginn das Arbeiten auf therapeutisch-medizinischem Gebiet. Wir haben auch allerlei Versuche zu verzeichnen zum Beispiel auf wirtschaftlichem Gebiet. Allein gerade auf letzterem zeigt sich ja - das wird man vielleicht auch aus Vorgängen der letzten Wochen ersehen können -, wie da durchaus noch nicht die Möglichkeit vorhanden ist, daß im konkreten Wirtschaftsleben auch schon voll gearbeitet wird. Nun, hoffentlich werden diejenigen Dinge, die wir begonnen haben, ihren Fortgang nehmen, und es wird einmal auch in derselben Weise auf diesem Gebiet gearbeitet werden können, wie zum Beispiel heute gearbeitet wird auf manchem Gebiete der Wissenschaft selber und wie gearbeitet werden kann in einer durchaus zukunftsicheren Weise in der Pädagogik und Didaktik durch die Freie Waldorfschule.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"6. Anthroposophie und Agnostizismus","site_heading":null,"date":"1922-04-12","location":null,"word_count":294,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/82/1922-04-12/p042","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/82/1922-04-12/p042"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/82/1922-04-12/p042","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}