Anthroposophie und Kosmologie

GA 83/1922-06-05/p012 ·1922-06-05 · original (original)
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Denn wie stellt sich gerade gegenüber den mystischen Ansprüchen dieses Erinnerungsvermögen dar? Ich könnte das, was ich jetzt mit ein paar populären Strichen gebe, auch in sehr wissenschaftlicher Form geben. Allein es ist nur eine Verständigung darüber notwendig, und die kann auch in der populären Form gegeben werden. Indem wir die Außenwelt beobachten und dasjenige, was wir zunächst als ganzer Mensch erleben, innerlich so verwandeln, daß es später wieder als Erinnerungsvorstellungen in uns auftauchen kann, treffen wir eigentlich mit dem seelischen Ergebnis unserer Außenbeobachtung in unserem Innern auf so etwas wie eine Art inneren Spiegel. Es ist ein Vergleich, aber es ist zugleich mehr als ein Vergleich. Was von außen Eindrücke auf uns macht, das darf uns nicht so anregen, daß wir mit diesen Eindrücken restlos untertauchen in unser tiefstes Innere. Es muß möglich sein, daß das, was uns von außen erregt, zurückgeworfen werden kann. Unser Organismus, unser menschliches Wesen muß sich wie ein Spiegelungsapparat verhalten. Und sollen wir diesen Spiegelungsapparat durchstoßen, um zu dem zu kommen, was hinter dem Spiegel ist?

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