Anthroposophie und Kosmologie

GA 83/1922-06-05/p013 ·1922-06-05 · original (original)
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Das strebt eigentlich, ohne daß er es weiß, der Mystiker an. Aber wir brauchen unser regelmäßiges, geordnetes Gedächtnis. Wenn es nur irgendwie unterbrochen ist bis zu dem Zeitpunkt, bis zu dem wir uns zurückerinnern in unserer Kindheit, dann verfallen wir in seelisch krankhafte Zustände. Der Mensch muß so veranlagt sein, daß er das, was er von außen her erlebt, aufhalten kann. Er kann also nicht so veranlagt sein, daß er unmittelbar hinuntertaucht in sein tiefstes Inneres. Wenn wir den mystischen Versuch unternehmen, ohne weiteres mit dem gewöhnlichen Bewußtsein in unser tiefstes Inneres hinunterzutauchen, so tauchen wir eben nur bis zu dem Spiegelungsapparat. Und es ist mit Recht, um unserer Menschheit willen mit Recht, daß das die Vorstellungen heraufleuchten, die wir von außen aufgenommen haben. Wiederum müssen wir den ganzen Menschen ins Auge fassen, wie er sein muß als erinnerungsfähiges Wesen, wenn wir uns klar darüber sein wollen, daß die Mystik, wie sie erstrebt wird, dem gewöhnlichen Bewußtsein nicht möglich ist.

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