Anthroposophie und Kosmologie

GA 83/1922-06-05/p017 ·1922-06-05 · original (original)
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Denn indem wir lieben, sind wir zur Umwelt nicht in einem Erkenntnisverhältnis, sondern in einem Realitäts-, in einem wirklichen Seinsverhältnis. Und erst wenn wir das lebendige Denken ausbilden, sind wir wieder in der Lage, uns hinüberzuleben in die Realität der Dinge: Da ergießen wir gewissermaßen die belebten Gedanken hinüber, verfolgen das, was draußen als der Anfang des geistigen Lebens, zunächst als geistigseelischer Weltenrhythmus, als Schein, ist, und dringen immer weiter und weiter vor, indem wir uns das leere Bewußtsein, wie ich es geschildert habe, aneignen, in die geistige Welt, die mit der sinnlich-physischen verbunden ist. Dann fühlen wir uns in einem solchen übersinnlichen Erkenntnisakte wie aufgewacht gegenüber dem gewöhnlichen Bewußtsein. Wir belauschen gewissermaßen unser Sein, indem es ein lebendiges Sein wird.

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