Anthroposophie und Kosmologie

GA 83/1922-06-05/p019 ·1922-06-05 · original (original)
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Das aber ist zunächst verbunden mit einer wesentlichen Verstärkung des Ich-Gefühls. Man fühlt etwa dabei so: Wenn man im gewöhnlichen Erkennen der Außenwelt ist, geht man mit seinem Ich bis an die Naturgrenze heran. Das Ich wird da zurückgestoßen. Man fühlt sich überall wie, ich möchte sagen, von seelischen Mauern umgeben. Das wiederum wirkt zurück auf das Ich-Gefühl. Das Ich-Gefühl hat eine gewisse Stärke, und die richtige Nuance erhält dann dieses Ich-Gefühl eben dadurch, daß sich dem, was man so als ein eingeschränktes Gefühl in sich trägt, jenes Hingegebensein an die Welt und die Weltwesen beimischt, das vom Lieben kommt. In dem Erkennen, das übersinnlicher Art ist, wird das Ich sogar verstärkt, und man kann sagen: die Gefahr besteht, daß es dasjenige, was sonst im Erdenleben mit Recht als Liebe lebt, in ein gewisses selbstsüchtiges Untertauchen in die Dinge verwandelt, daß es gewissermaßen sich selber hineinschiebt, hineinströmen läßt in die Dinge. Dadurch wird das Selbst erweitert.

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Cite: GA 83/1922-06-05/p019 · edition original