{"corpus":"steiner","locus":"GA 83/1922-06-05/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und lernen wir diese innere Organisation des Menschen wirklich kennen, so stellt sich bald folgendes heraus: Wenn wir hineinblicken in unser seelisches Innere, zurückgehen auf manches in der Erinnerung, was wir im Leben erfahren haben, dann können wir aus dem, was wir innerlich in einer dazu geeigneten Stunde in uns auferstehen lassen, diese Erlebnisse vor unser geistiges Auge zaubern, wenn auch in Abschattung. Aus dem, was wir an Bildinhalt in unserer Seele von der Außernwelt aufgenommen haben, können wir wiederum diese Außenwelt in einer uns befriedigenden Weise vor die Seele zaubern. Lernen wir ebenso unser umfassendes Inneres kennen, lernen wir die Art und Weise, wie unser Organismus in seinen einzelnen Gliedern auf geistige Art aus dem Kosmos hervorgeht, kennen, dann stellt sich unser ganzer Mensch, den wir jetzt durchschauen, dar als aufgezeichnete Erinnerungen aus dem Kosmos. Wir schauen jetzt nicht mit den Augen des nebulosen Mystikers in uns hinein, wir schauen mit dem erweckten Seelenauge in unser Inneres, durchschauen das, was unsere Lunge, unser Herz, unser gesamter übriger Organismus geistig-seelisch, innerlich angeschaut, ist. Und das stellt sich uns dar als Weltgedächtnis, im Menschen aufgezeichnet so, wie sonst unser Gedächtnis in der Seele aufgezeichnet ist für das Leben zwischen der Geburt und dem jetzigen Augenblick. Und das tritt in uns auf, was man nennen kann: Erkenntnis des Menschen als Weltengedächtnis, als Abbild der Weltentwickelung, als Abbild des Geschehens im Kosmos.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Anthroposophie und Kosmologie","site_heading":null,"date":"1922-06-05","location":null,"word_count":229,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/83/1922-06-05/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/83/1922-06-05/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/83/1922-06-05/p028","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}