Anthroposophie und Kosmologie
Dann aber eröffnet sich uns die Möglichkeit, immer mehr und mehr fortzuschreiten zu dem, was ich eben geschildert habe: zur inneren Erkenntnis der menschlichen Organisation. Denn ehe wir nicht die verschiedenen Stufen der Materialität, Wasser, Luft, Feuer, in den einzelnen Organen verfolgen können, enthüllt sich uns auch nicht das Seelische. Wir müssen das Seelische zuerst verdichten, dann kommen wir erst zur physischen Natur des Menschen, dann aber wiederum, indem wir durch diese hindurchdringen, zu dem, was geistig-seelisch zunächst unserer physischen Organisation zugrunde liegt. Da finden wir dann: Geradeso wie wir, wenn wir mit unserer Gedächtniskraft in uns hineinbohren, die abgelegten Erlebnisse unseres persönlichen Erdendaseins finden, so finden wir, indem wir so untertauchen in den ganzen Menschen, das Geistig-Seelische, das heruntergestiegen ist aus der geistigen Welt durch die Konzeption, Keimentwickelung und so weiter. Indem dieses Geistig-Seelische in uns sich umhüllt hat mit dem, was ihm von der Erde zukommt, wird es zum Weltgedächtnis. Wir finden gewissermaßen den Kosmos erinnerungsmäßig in uns aufgespeichert. Und wir finden dann die Möglichkeit, geradeso wie wir uns sonst im gewöhnlichen Bewußtsein an das einzelne Erlebnis des persönlichen Daseins erinnern, die Möglichkeit, durch innere Anschauung den Kosmos zu überblicken.