I. Die Steigerung der menschlichen Erkenntnisfähigkeit zu Imagination, Inspiration und Intuition

GA 84/1923-04-14/p022 ·1923-04-14 · original (original)
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Sie müssen sich also sagen, durch Ihren physischen Organismus halten Sie — wie gesagt, immer mit der Ausnahme der Augen — die Sinneseindrücke nicht ab. Aber Sie halten auch die Gedanken nicht ab. Und Sie können sogar — es bleibt das ja zunächst für die äußere Beobachtung hypothetisch - vorstellen; wenn auch durch die sozialen Einrichtungen eine relative Ruhe da ist während der Nacht für gewisse Sinne — für andere Sinne ist sie ganz gewiß nicht vorhanden; für den Wärme- und Kältesinn zum Beispiel ganz gewiß nicht, für den Tastsinn auch nicht, denn, nicht wahr, wenn Sie mit dem Daumen auf die Tafel drücken, nehmen Sie den Druck wahr. Warum sollte denn das Wahrnehmen des Druckes just nicht der Fall sein, wenn Sie Ihren Rücken auf das Bett legen? Sie müssen natürlich diesen Druck, den der Tastsinn vermittelt, während der ganzen Nacht wahrnehmen. Ebenso wenn Sie etwas auf Ihre Hand legen, nehmen Sie das wahr. Warum sollten Sie nicht die ganze Nacht hindurch die Bettdecke wahrnehmen, die Sie auf sich legen, und so weiter? Aber nicht nur das, sondern die Fortsetzung nach innen, die Ausbildung der Vorstellungen und Gedanken, warum sollte denn vor denen haltgemacht werden? Denn die sind ja durch den Organismus vermittelt.

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Cite: GA 84/1923-04-14/p022 · edition original