I. Die Steigerung Der Menschlichen Erkenntnisfähigkeit Zu Imagination, Inspiration Und Intuition

GA 84/1923-04-14/p033 ·1923-04-14 · original (original)
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Beim Träumen - es ergibt sich das aus der Betrachtung — da muß man draußen sein, denn an das Denken kommt man nicht ordentlich heran. Daher spielt der Traum eine so kuriose Logik, weil das Denken jenseits ist. Man ist also, wenn man wacht, da, und wenn man träumt, dort draußen (siehe Zeichnung). Aber man ist gerade eben hereingekommen, denn das geht dann über in den gewöhnlichen Wachzustand, wo man mit dem Denken intim ist. Fühlen Sie nur, wenn der Traum verläuft, verläuft er ja in das gewöhnliche Tagesbewußtsein. Sie sausen hinein in Ihr ordentliches Denken, Sie passieren Ihre Körperoberfläche. Sie passieren die Augen, aber von außen. Sie haben noch nicht den Sehnerv. Sie haben die Augen, die passieren Sie. Und der Sehnerv, der wirkt von der andern Seite, von einer Art Jenseits, gaukelt da mit den Bildern noch herum, wenn Sie hereinschlüpfen; dann sind Sie mit dem Nerv intim, der macht aus den Bildern eine ordentliche Welt. So ist es mit allen übrigen Sinnen.

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