I. Die Steigerung der menschlichen Erkenntnisfähigkeit zu Imagination, Inspiration und Intuition

GA 84/1923-04-14/p052 ·1923-04-14 · original (original)
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Sehen Sie, im gewöhnlichen Leben, da macht man das so, daß man die Wahrnehmungen hat. Die gehen in die Nerven über. Die Nerven endigen im Körper drinnen. Dann wird erlebt in der Erinnerung bis zum Endzustand des Nerven hin. Da stößt die Vorstellung an, da wird sie Erinnerungsvorstellung. Stößt sie durch bis zum Ende des Nerven, so wird sie Wahrnehmung; kommt es bloß bis zum Stumpf hin, stößt es nicht durch, wird es Erinnerung. Aber man kann zunächst nichts anderes erinnern als das, was man in sich trägt. Nun stellen Sie sich vor, daß man durch gewisse Übungen nicht nur das, was man in sich trägt, bis zum Ende des Nerven bringt, sondern dasjenige, was man von der anderen Seite, von außen aufnimmt. Denken Sie sich also, Sie stoßen nicht nur bis zu Ihren Nervenendigungen dasjenige, was Sie zuerst hereingelassen haben in Ihren Kopf, sondern dasjenige, was Sie von der Welt ohne Wahrnehmung aufnehmen, oder was Sie durch Ihren Rückenmarksnerv ohne Wahrnehmung aufnehmen, dann kommt das Erleben auf der andern Seite in den Nerv herein. Es stößt hier auf. (Siehe Zeichnung.) Das geht nicht an die Wahrnehmung. Dann bekommen Sie diejenigen Bilder, die wir den Inhalt der Imagination nennen. Und dann nehmen Sie diesen Ätherleib, der die Tätigkeit des Denkens in sich enthält, wahr.

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