Die physische Welt und die moralisch-geistigen Impulse Vier Stufen des inneren Erlebens
Wir haben in den letzten Betrachtungen uns damit beschäftigt, wie dem Menschenwesen außer dem physischen Leib der ätherische und der astralische Leib innewohnt. Und wir haben auch darauf hingewiesen, wie der ätherische oder Bildekräfteleib erfaßt werden kann, wenn der Mensch sich bewußt wird des inneren Lebens des Denkens. Wenn der Mensch sich so dieser inneren Lebendigkeit des Denkens bewußt wird, daß er in diesem Denken leben kann, auch wenn er nicht von äußeren Sinneswahrnehmungen beeindruckt wird, und wenn dieses Denken nicht dadurch angeregt wird, daß es die äußeren Sinneswahrnehmungen kombiniert, sondern der Mensch sich aufrafft, aus der reinen inneren Kraft, ohne die Anregung, die das Denken sonst hat durch die äußeren Sinneswahrnehmungen, ein eigenes, in ihm bestehendes Weben und Wellen des Denkens zu erleben, dann kann dieser Bildekräfteleib erfaßt werden. Dieses Erleben des Denkens ist zu gleicher Zeit das Erleben der ätherischen Welt. Und ich habe ja gestern ausgeführt, wie dann, wenn man durch ein solches inneres Aufraffen und Denken, das eigentlich gar nicht so schwer zu erreichen ist, sich in seinem zweiten Menschen fühlt, man erlebt, daß man in diesem zweiten Menschen eine Art von Zeitleib hat, etwas, was nicht so in Ruhe im Raume abgeschlossen ist, wie der physische Leib, sondern etwas, das fortwährend fluktuiert, das fortwährend in Bewegung ist, das nur für einen Augenblick räumlich angeschaut werden kann, und auch da kaum in Konturen bestehend. Aber dieser Zeitleib, der enthüllt sich selber in seinem Erleben als das Lebenstableau, das uns Menschen unsere ganze bisherige Erdenlaufbahn als eine Einheit vor das Seelenauge stellt.