Die physische Welt und die moralisch-geistigen Impulse Vier Stufen des inneren Erlebens

GA 84/1923-04-21/p004 ·1923-04-21 · original (original)
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Nun ist es im Grunde genommen ein recht seelisch-geistiger Vorgang, in dem man da lebt, wenn man so durch innere Erfassung des Denkens in das Ätherleben des Universums sich hinein begibt. Man fühlt in diesem imaginativen Weben und Leben der Seele, das zum Erleben des Ätherischen wird, nicht jene innere Schattenhaftigkeit, die das Seelenleben des gewöhnlichen Bewußtseins hat, man fühlt nicht mehr das Traumhafte, das das Seelenleben des gewöhnlichen Bewußtseins hat. Man fühlt sich auch nicht mehr so abgeschlossen von der Welt, wie im physischen Leib, wo man sich in seiner Haut abgeschlossen fühlt. Man fühlt die äußere Welt in sich einströmen, das eigene Wesen in die Welt ausströmen. Man fühlt sich als ein bewegtes, und mit der Welt sich bewegendes Glied des ganzen ätherischen Universums. Aber immerhin, das, was man da erlebt, hat gerade etwas von einem stark bangemachenden Unwirklichen. Während sich der Mensch durch Gewöhnung in seinem physischen Leib feststehend auf der Erde fühlt, empfindet er in dem Erleben im Ätherischen eine gewisse Unsicherheit seines eigenen Daseins. Er fühlt sich hinausgehoben über die physische Welt und noch nicht fest begründet in der geistigen Welt.

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Cite: GA 84/1923-04-21/p004 · edition original