Die menschliche Erkenntnisfähigkeit in der ätherischen Welt

GA 84/1923-04-22/p007 ·1923-04-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Aber hier in der Sinneswelt sind zum Beispiel die Farben so, daß sie über die Oberfläche der Dinge hingebreitet sind oder daß sie uns in einer bloß physischen Konfiguration, wie zum Beispiel am Regenbogen, erscheinen. Es sind ‚die Töne so, daß sie für uns zusammenhängend erscheinen mit diesen oder jenen Dingen der physisch-sinnlichen Welt. Es sind auch Wärme und Kälte zum Beispiel so, daß sie ‘von diesen oder jenen Dingen der physisch-sinnlichen Welt ausgehen. Betrachten wir diese Welt, in der uns die dritte Hierarchie erscheint, dann haben wir nicht an den Dingen haftende Farben, nicht von den Dingen her klingende Töne und so weiter, sondern wir haben, man kann nicht einmal sagen, durch den Raum, sondern in der Zeit flutende Farben, flutende Töne, vibrierendes Warmes und Kaltes. Das ist nicht über die Oberfläche der Dinge hingespannt; was farbig ist, sondern das fluktuiert, das wellt. Nur weiß man einfach durch diejenigen Kräfte, durch die man sich in diese Welten versetzt hat, daß ebenso, wie man in der physischen Welt hinter dem Farbigen etwas Materielles vermutet, daß, wenn man irgendeine flutende Farbenwolke, einen flutenden, man kann schon sagen, Farbenorganismus in dieser Welt erblickt, darinnen ein Geistig-Seelisches waltet und webt, das zur dritten Hierarchie gehört. In dem Augenblicke also, wo dem Menschen jenes Lebenstableau erscheint, von dem ich gesprochen habe, das anschaulich zeigt, wie in einem Momente überschaubar, was wir durchlebt haben seit unserer Geburt, in diesem Augenblick lebt auch in dieser Strömung unserer eigenen Lebensereignisse drinnen dasjenige, von dem man sagen kann: Innerhalb der von der Materie freigewordenen flutenden Farben-, Tonwelt und so weiter, lebt nun die dritte Hierarchie.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/84/1923-04-22/p007.json
Cite: GA 84/1923-04-22/p007 · edition original