Die menschliche Erkenntnisfähigkeit in der ätherischen Welt
Aber wir finden dann das wahre Ich in der angedeuteten Weise, wie es von Erdenleben zu Erdenleben geht. Wir finden dieses wahre Ich so, daß es uns zunächst vorkommt wie ein ganz anderes Wesen. Wir sagen uns: Hier stehe ich innerhalb dieses Lebens zwischen Geburt und Tod im irdischen Dasein. Ich blicke zurück durch das Stück Ätherwelt, das mir erscheint, bis zu meiner Erdengeburt hin. Dann blicke ich weiter durch in Welten, in weite Gefilde, die eigentlich nur zettliches Dasein haben, wo vom Raume zu sprechen im Grunde genommen ein Unding ist; aber es erscheint mir wie eine weite Perspektive die Welt mit all ihrem Inhalt, wie sie um uns herum lebt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Indem ich durch den Äther hindurchschaue, durch die Welt der dritten Hierarchie, indem ich durch das Astralische hindurchschaue, in dem ich war zwischen dem Tode und einer neuen Geburt wie in einer in der Offenbarung des Logos lebenden, wie sich selbst durch die Weltensprache offenbarenden übersinnlichen Welt, indem ich durch das alles hindurchschaue, schaue ich endlich hin zu einem zunächst weit von mir entfernten Wesen, zu demjenigen, was mein Lebensinhalt im vorigen Erdenleben war. Da erscheint mir zunächst die Sache so, daß ich mir sage: Ich stehe eben hier im irdischen Leben mit meinem jetzigen gespensterartigen Ich, und dann sehe ich weit zurück durch alles das hindurch, was ich eben bezeichnet habe, auf den Inhalt meines vorigen Erdenlebens. Aber ich schaue zugleich, wie der als sich loswindendes Ich durchgegangen war durch die Welten, durch die ich wie perspektivisch hindurchgeschaut habe, bis in mein gegenwärtiges Erdenleben herein. Ich schaue zunächst wirklich mein lebendes wahres Ich wie ein fremdes fernes Wesen. Und ich erkenne mich wieder in diesem mir zunächst erscheinenden gleichsam fremden Wesen.