Die menschliche Erkenntnisfähigkeit in der ätherischen Welt

GA 84/1923-04-22/p024 ·1923-04-22 · original (original)
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Als meine «Geheimwissenschaft» erschienen war, da machte sich ein vielgenannter Philosoph der Gegenwart über diese Geheimwissenschaft her. Nun, dieser Philosoph der Gegenwart las zunächst das Kapitel, wo von der Gliederung der menschlichen Natur in physischen Leib, ätherischen Leib, astralischen Leib, Ich und so weiter die Rede ist. Diese «Geheimwissenschaft» haben auch viele naive Menschen gelesen, die aber gesunden Menschenverstand haben. Die konnten sich dabei doch etwas vorstellen, weil die Dinge immer mit dem gesunden Menschenverstand zu verfolgen sind, geradeso wie man ein Bild verstehen kann, auch wenn man kein Maler ist. Aber bei gar manchem, der in der Gegenwart eben ein vielgenannter Philosoph ist, hapert es wesentlich mehr mit dem Verstehen als bei dem naiven Menschenkind. Denn dieser vielgenannte Philosoph, der las nun: physischer Leib, Ätherleib, astralischer Leib, Ich — ja, merkwürdig, was soll ich daraus machen? Was ist das alles? Physischer Leib, selbstverständlich; Ätherleib — nun ja, das kann ja sein; was im physischen Leib dichte Materie ist, das kann ja feinere Materie sein, aber es ist doch Materie. Also ist das doch ein willkürlicher Trennungsstrich zwischen dem physischen Leib und dem Ätherleib. Astralleib - man weiß etwas, sagte sich dieser vielgenannte Philosoph, von einer Seele, aber Astralleib? In der Seele ist Denken, Fühlen und Wollen. Das sind Funktionen des physischen Leibes. Hat man den physischen Leib begriffen, so hat man ja auch Denken, Fühlen und Wollen damit erfaßt. Und Ich — das ist ja nur die Zusammenfassung von alledem.

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