Die menschliche Erkenntnisfähigkeit in der ätherischen Welt

GA 84/1923-04-22/p026 ·1923-04-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Sehen Sie, in der Naturforschung ginge ja die Sache schon besser. Da könnte man nicht mehr so von bloßen Einteilungen sprechen. Denn wenn man Wasser hat, so zerlegt der Chemiker dieses Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, \(H_2O\); der Naturforscher wird es nicht gelten lassen, daß man das Wasser bloß abstrakt in zwei Teile einteilt, in Wasserstoff und Sauerstoff. Das kann er nicht gelten lassen, denn er weiß, der Wasserstoff braucht nicht bloß an den Sauerstoff gebunden zu sein, wie im Wasser, sondern er kann an etwas ganz anderes, zum Beispiel wie in der Salzsäure, an das Chlor gebunden sein. Also der Wasserstoff, der im Wasser ist, ist nicht nur ein Stückchen, ein Teil von dem Wasser, sondern, wenn er aus dem Wasser heraußen ist, kann er ganz andere Verbindungen eingehen. Und wiederum der Sauerstoff, wenn er aus dem Wasser heraußen ist, kann ganz andere Verbindungen eingehen, kann an ganz andere Stoffe gebunden sein, zum Beispiel an das Kalzium im Kalk. Also, es kann der Wasserstoff fortgehen und mit Chlor zusammen Salzsäure werden, der Sauerstoff kann fortgehen, mit dem Kalzium zusammen Kalk werden. Da geht es nicht, daß man sagt, du hast das Wasser bloß abstrakt einzuteilen wie einen Sessel.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/84/1923-04-22/p026.json
Cite: GA 84/1923-04-22/p026 · edition original