Die menschliche Erkenntnisfähigkeit in der ätherischen Welt

GA 84/1923-04-22/p036 ·1923-04-22 · original (original)
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Nun muß man sich aber klar sein darüber, daß hier etwas vorliegt, was überhaupt hinausgeht über die Vorstellungen vom gewöhnlichen Beweisen oder Widerlegen, die die Leute zumeist haben. Denn sehen Sie, lernt man von diesem wahren Gesichtspunkte aus den Menschen kennen, so erfährt man dasjenige, was als physische Natur sich äußert im Menschen; das wird im Erdenleben ein vollständiger Abdruck dessen, was der Mensch als geistiges Wesen ist. Und Sie können ebenso wahr, wie Sie im Siegellack das Eingravierte des Petschafts haben, im physischen Leib des Menschen überall den Abdruck finden von dem, was der Mensch geistig-seelisch ist. Was der Mensch geistig-seelisch ist, Sie können es überall nachweisen in den Windungen des Gehirnes. Und wenn Sie also sich stumpf machen wollen gegen die geistige Welt, so können Sie sagen: es ist ja alles im Physischen enthalten. Man kann, wenn man will, durchaus Materialist sein. Es fehlt einem gar nichts beim Menschen von der Natur. Man muß eben nicht nur pochen auf Beweise oder Widerlegungen nach gewöhnlichem Zuschnitt, wie sie in der Welt sonst gesucht werden, sondern man muß sich klar sein, daß man den Zug hin haben muß zum Geiste, daß man das Geistige als etwas Selbständiges erkennen muß. Dann wird man nicht leugnen, daß es ein Petschaft gibt, weil es den Abdruck im Siegellack gibt. Der Materialist sagt: Petschaft gibt’s nicht, das ist alles aus dem Siegellack heraus geworden. So kann er beweisen, daß ja im Petschaft auch nichts anderes ist: da steht Josef Müller, der steht im Siegellack; der ganze Mensch ist im Siegellack drinnen.

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