Die Menschenentwickelung und Menschenerziehung im Lichte der Anthroposophie

GA 84/1923-04-30/p029 ·1923-04-30 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es könnte nun eingewender werden, daß nur derjenige Interesse haben kann für eine solche Menschenerkenntnis, der durchgemacht hat, was zum Hineinschauen in die geistige Welt befähigt. So ist es aber nicht. Obwohl, wer den Erkenntnisweg durchgemacht hat, der geschildert ist zum Beispiel in dem Buch «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» selbst nachprüfen kann, was die Geistesforschung sagt, so ist das zur Beurteilung nicht einmal notwendig, wie jeder, der nicht selbst Maler ist, die Schönheit eines Bildes beurteilen kann. Zwar kann allein nur der Forscher die geistige Welt schildern; diejenigen aber, die sich gesunden Menschensinn bewahrt haben, können durchaus durchschauen die Wahrheit oder Unwahrheit desjenigen, was aus der geistigen Welt erforscht wird. Deshalb darf man nicht diejenigen, die sich zu dieser Geistesforschung bekennen, als eine Sekte darstellen oder als blind schildern.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/84/1923-04-30/p029.json
Cite: GA 84/1923-04-30/p029 · edition original