Wie Erlangt Man Erkenntnis der Übersinnlichen Welt?

GA 84/1924-05-26/p021 ·1924-05-26 · original (original)
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Aber niemand gelangt zur Anschauung dessen, wie er war, was er war, daß er überhaupt da war in einem früheren Leben, der es nicht so weit gebracht haben kann, daß er die Liebe ausgebildet hat bis zu der Stufe, daß er sich ebenso wie einem anderen gegenüberstehen kann, wie ein anderes Wesen ihm gegenübersteht. Ein mächtiger Unterschied muß sein zwischen der gewöhnlichen Erkenntnisfähigkeit und jener liebedurchtränkten Erkenntnisfähigkeit, durch die wir unsere früheren Erdendaseine schauen wie das Dasein eines anderen Menschen in der Gegenwart. Dann, wenn wir zu dieser Stufe aufsteigen, die ich die intuitive, die wahrhaft intuitive Stufe genannt habe, dann schauen wir uns selber in wiederholten Erdenleben vor unserem Geistesauge stehend als geistig wirksame Wesen. Dann sind wir erst völlig außerhalb unseres Leibeslebens. Der aber, der dies erlebt, der weiß, was der Tod ist. Der Tod steht jetzt vor ihm als die äußerliche, objektive Realisierung desjenigen, was er selbst in der Erkenntnis vollzogen hat. Wie er in der Erkenntnis seinen physischen, seinen ÄAtherleib abgelegt hat, so weiß er, daß der Tod nur den physischen und Atherleib ablegt und der Mensch durch die Pforte des Todes eintritt in eine geistige Welt. Der Glaube wird zum Wissen, das Meinen zur Erkenntnis. Sichere, exakte, anschauliche Wissenschaft wird uns von demjenigen, was wir sonst im Leben Unsterblichkeit nennen. Wir schauen hin auf die Unsterblichkeit des eigenen Menschenlebens, auf den Eintritt dieses eigenen Menschenwesens in ein nachtodliches Leben, wie wir hinschauen auf ein vorgeburtliches Geistleben, auf ein vorirdisches Leben.

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