8. Der Herakles-Mythos

GA 87/1901-12-28/p008 ·1901-12-28 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Man versteht überhaupt den Begriff der Kunst nicht, wenn man sie nicht auffasst als etwas, das entstanden ist als ein Destillationsprodukt des griechischen Mysterienwesens. Das aber können wir erst schen, wenn wir durchdrungen haben die Bedeutung der alten Griechen der vorplatonischen Zeit, die unter dem Mysterienwesen den wirklich tiefen Sinn des Wortes verstanden haben. Das griechische Mysterienwesen der vorplatonischen Zeit vereinigte alles, was an inneren Strebenszielen zum Ausdruck kommen kann. Und was uns an der Oberfläche entgegentritt - auch die Heraklit’sche Philosophie —, das sind nur verdünnte Produkte derjenigen, welche da in die Tiefen des Mysterienwesens eingedrungen sind, die diese in die anderen hineinwarfen, weil sie nicht eindringen konnten, damit sie wenigstens ahnen, wenn auch nicht sehen konnten.

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