8. Der Herakles-Mythos
So erscheint uns Herakles wie der vermenschlichte Dionysos. Er erscheint uns als einer, welcher alle Leiden auf sich genommen hat, im Gegensatz zu Dionysos, welchem diese Leiden erspart worden sind. Diese zwölf Arbeiten sind nichts anderes als menschliche Prüfungen, die der Mensch zu bestehen hat, um allmählich aufzusteigen bis zur höchsten Stufe, die er erreichen kann. Dieser ganze Mythos ist nur zu verstehen als eine symbolische Darstellung des Initiationsprozesses, und die zwölf Arbeiten stellen zwölf aufeinanderfolgende Seelenzustände des Menschen dar. Durch diese gelangt der Mensch allmählich zu einem erhöhten Bewusstsein, zum Eingang, zur Erlangung des eigentlichen göttlichen Bewusstseins.
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