{"corpus":"steiner","locus":"GA 87/1901-12-28/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"[Viertens:] Nachdem er auf diese Weise Kraft gewonnen hat, geht er an eine andere Arbeit, [nämlich den «Erymanthischen Eber lebendig zu fangen]. Den bringt er gebunden nach Mykene. Das ist eine kriegerische Arbeit. Das will uns sagen, dass, nachdem er die kriegerische Sehnsucht überwunden hat, er wieder herabsteigen muss und jetzt an eine bedeutungsvollere Arbeit gehen kann. Wir sehen, dass er jetzt — wie zufällig - noch etwas anderes vollbringt: Er verwundet den Kentauren Chiron, der die wichtige Aufgabe zu erfüllen hat, für Prometheus einzutreten. Wir sehen, wie sich hier die Prometheus-Sage verknüpft mit der Herakles-Sage. Wir sehen, wie hier das Willenselement in Verbindung tritt mit dem eigentlichen Entwicklungsgang des Herakles. Wir sehen, wie Herakles dasjenige Wesen schafft, bestellt, welches den Prometheus von seinen Qualen erlösen soll. So sehen wir, wie Herakles auf dieser Stufe, nachdem er sich selbst überwunden hat und abgelassen hat von dem Kampfe, nachdem er durch den neuerlichen Streit hindurchgegangen war, jetzt berufen ist, etwas zu tun für die strebende Menschheit. Dieser Sinn liegt der Verbindung der Herakles-Sage mit der Prometheus-Sage zugrunde.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"8. Der Herakles-Mythos","site_heading":null,"date":"1901-12-28","location":null,"word_count":176,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/87/1901-12-28/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/87/1901-12-28/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/87/1901-12-28/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist","evidence_translation":"Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one."}}