8. Der Herakles-Mythos

GA 87/1901-12-28/p037 ·1901-12-28 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn wir die Sage des Herakles verstehen, so verstehen wir die entsprechenden Lehren bei allen Völkern, bei den Indern, Persern und Ägyptern. Die Mysterien des Herakles haben bestanden neben den Mysterien der anderen. Sie stellen uns alle den Initiationsprozess dar, und der Initiationsprozess ist in der ganzen alten Welt derselbe. Ich habe die Mithras-Sage nur deshalb angeführt, um zu zeigen, wie die Herakles-Sage im ganzen Altertum lebt und wie das griechische Geistesleben in der Dionysos-Sage die höhere Ausbildung der Herakles-Sage darstellt, darstellt das Obere gegenüber dem Unteren. [Das wird dargestellt durch das Parallellaufen des Dionysos-Prozesses mit demjenigen der anderen. Es stellt sich auch dar bei Angelus Silesius, dass der Initiierte nicht etwas im Weltenvorgang Gleichgültiges ist, sondern etwas Bedeutungsvolles.]

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