8. Der Herakles-Mythos
Für das «Oben» und «Unten» hat sich die griechische Geistwelt auch eine Entsprechung geschaffen. Was vorging im Dionysos, bezeichnete man als den «geistigen Prozes», das «Obere; was im Menschen vorging, bezeichnete man als das «Untere. Zum Zwecke der Vermittlung zwischen beiden wurde eine Vorstellung geschaffen, die Gestalt des Hermes, des Götterboten. Er besorgt die Botengänge, besorgt die Liebesbriefe und so weiter, hat aber auch seine tiefe esoterische Bedeutung. Er stellt sich dar als der Vermittler des Dionysischen und des Herakleischen. Er ist der Sohn des Zeus und einer Sterblichen, des Zeus mit einer in den arkadischen Höhlen wohnenden Tochter des Atlas, der Maja. Durch die Vermittlung, Verbindung der Maja mit Zeus entsteht die Vermittlung zwischen dem «Oberen» und «Unteren». Hermes ist das Symbol für die eigentliche menschliche Geisteskraft, welche die Vermittlung zwischen dem «Oben» und «Unten» darstellt.