8. Der Herakles-Mythos

GA 87/1901-12-28/p038 ·1901-12-28 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Für das «Oben» und «Unten» hat sich die griechische Geistwelt auch eine Entsprechung geschaffen. Was vorging im Dionysos, bezeichnete man als den «geistigen Prozes», das «Obere; was im Menschen vorging, bezeichnete man als das «Untere. Zum Zwecke der Vermittlung zwischen beiden wurde eine Vorstellung geschaffen, die Gestalt des Hermes, des Götterboten. Er besorgt die Botengänge, besorgt die Liebesbriefe und so weiter, hat aber auch seine tiefe esoterische Bedeutung. Er stellt sich dar als der Vermittler des Dionysischen und des Herakleischen. Er ist der Sohn des Zeus und einer Sterblichen, des Zeus mit einer in den arkadischen Höhlen wohnenden Tochter des Atlas, der Maja. Durch die Vermittlung, Verbindung der Maja mit Zeus entsteht die Vermittlung zwischen dem «Oberen» und «Unteren». Hermes ist das Symbol für die eigentliche menschliche Geisteskraft, welche die Vermittlung zwischen dem «Oben» und «Unten» darstellt.

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