8. Der Herakles-Mythos

GA 87/1901-12-28/p041 ·1901-12-28 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Da sehen wir, wie eine Scheidung eintritt: Auf der einen Seite haben wir das eigentliche Erkenntnisstreben. - Die Musik, die Künste sind auf den anderen Götterboten übergegangen; auch Apollon ist ein Götterbote. Hermes und Apollon sind zwei Götterboten. In Hermes haben wir den Wahrheitssinn und in Apollon den Sinn für das Schöne. Die Gabe der Phantasie haben wir hier wieder als eine Verbindung des Unteren mit dem Oberen. So erscheinen uns Hermes und Apollon als Vermittler des Unteren und Oberen. Es sind die zwei Kräfte, welche uns das Dionysische mit dem Herakleischen verbinden. Sie stellen uns dasjenige getrennt dar, was für uns auf der ursprünglichen Stufe als einheitlicher Prozess vorhanden war.

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Cite: GA 87/1901-12-28/p041 · edition original