8. Der Herakles-Mythos

GA 87/1901-12-28/p043 ·1901-12-28 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Erst um die Wende des achtzehnten zum neunzehnten Jahrhundert ist wiederum die Erkenntnis aufgedämmert, dass diese zwei Stämme zusammengehören, dass keiner von ihnen ohne den anderen bestehen kann und dass wirkliche Vertiefung nur möglich ist, wenn diese beiden Stämme sich wieder vereinigen. Diese Vereinigung kann für einen großen Teil des menschlichen Bewusstseins nicht als erreichbar bezeichnet werden. Wo uns aber in dieser Beziehung Bedeutsames entgegengetreten ist, ist es zu finden bei Goethe. Wie tief Goethe in diese Dinge hineingesehen hat, das kann sich uns aus dem Inhalte folgender Worte ergeben: «Ich habe die Vermutung, dass die Griechen nach den ewigen Gesetzen verfahren, nach denen die Natur selbst verfahren ist.»

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Cite: GA 87/1901-12-28/p043 · edition original