15. Das Christentum Der Evangelien

GA 87/1902-02-15/p004 ·1902-02-15 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

In den vorhergehenden Vorträgen habe ich mich bemüht zu zeigen, aus welchen Bestandteilen das Christentum zusammengesetzt ist. Ich möchte nun wieder bemerken, dass ich das Christentum nur in derjenigen Weise zur Darstellung zu bringen versuche, in welcher es als mystisch-theosophische Lehre aufzufassen ist. Ich werde versuchen zu zeigen, dass die Erzählung, die uns vorliegt, auf der einen Seite in den drei Evangelien, in den Synoptikern—Matthäus, Markus und Lukas—und auf der anderen Seite in dem Evangelium des Johannes, dann aber auch namentlich in Bezug auf die christliche Lehre, wie sie uns vorliegt in den verschiedenen Glaubensbekenntnissen der abendländischen christlichen Kirchen—ich werde versuchen zu zeigen, wie dieser Lehrgehalt nichts anderes ist als ein Ergebnis der sogenannten ägyptischen Initiation, des ägyptischen Initiationsvorganges, dem sich jeder Einzelne, der zu einer theosophischen Weltanschauung aufsteigen wollte, zu unterwerfen hatte.

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