{"corpus":"steiner","locus":"GA 87/1902-03-01/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich meine, der Gott Horus erscheint uns als derjenige, welcher in geistiger Art die ganze Welt durchdringt und nach der Anschauung der ägyptischen Priester die Seele der Welt ausmacht. Dies ist eine Anschauung, welche nicht nur als Mythos lebte, sondern auch tatsächlich in einer ungeheuer großartigen und feierlichen Weise dramatisch vorgeführt wurde denjenigen, welche in das ägyptische Priestertum aufgenommen werden sollten. Wenn dann in bildlicher Weise die Einbildungskraft geschult war und der menschliche Geist die Form angenommen hatte, dass in dieser ganz sich ausleben, ganz aufgehen konnte der Gott Osiris in dem Weltenstaub und aufsteigen und geboren werden konnte auf der anderen Seite, wenn der Schüler sich eingelebt hatte in diese Vorstellungen, dann konnte er erst über den Mythos hinausgeführt werden, dann wurde ihm gezeigt, was im Mythos enthalten ist, dann wurde ihm gesagt, dass es nichts anderes ist als der Logos selbst, der sich in das unendliche Weltenmeer ausgegossen hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"17. Der Christusgedanke im ägyptischen Geistesleben","site_heading":null,"date":"1902-03-01","location":null,"word_count":151,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/87/1902-03-01/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/87/1902-03-01/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/87/1902-03-01/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist","evidence_translation":"Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one."}}