17. Der Christusgedanke im ägyptischen Geistesleben

GA 87/1902-03-01/p027 ·1902-03-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Dieser Vorgang bestand tatsächlich darinnen, dass der Mensch den Vorgang der Wiedererweckung auch im Physischen an sich vollziehen ließ. Das ist der Punkt, zu dem die ägyptischen Priester vorgeschritten sind, und das ist es auch, wodurch sie den tiefsten Eindruck bei ihren Schülern gemacht haben. Sie haben den Schüler in einen dreitägigen Schlaf versetzt. Sie haben völlig freigemacht den Organismus. Der Geist sollte [während dieser Zeit] für sich leben und dann von Neuem Besitz ergreifen von seinem Körper. Und dann, wenn er von dem Körper wieder Besitz ergriff, hatte er den Körper in einer neuen, vergeistigten Weise. Deshalb bat man den, der die Initiation suchte, dass er sich auf ein Holzkreuz legte oder einfach auf den Boden sich legte und die Arme ausbreitete. In dieser Lage ließ man ihn drei Tage verharren. Dass er sich selbst als lebendiges Symbol des Wiederauferstehens betrachtete, das wurde dadurch symbolisiert, dass er entgegengetragen wurde der aufgehenden Morgensonne. Die aufgehende Morgensonne erweckte den drei Tage dem Leben Abgestorbenen zu einem neuen Dasein.

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