17. Der Christusgedanke im ägyptischen Geistesleben

GA 87/1902-03-01/p032 ·1902-03-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

An geschichtlichen, äußeren Anhaltspunkten findet sich zunächst nichts. Dieselbe Grundlage hat vor soundso viel hundert Jahren zur Geburt eines Buddha geführt und dieselbe Grundlage hat später zur Geburt eines Christus geführt. Wir müssen uns klar sein darüber, dass das ganze jüdische Geistesleben aus dem ägyptischen Geistesleben herausgewachsen ist. Wer die ersten Kapitel der Genesis verfolgt und verfolgt die Gebote im ägyptischen Totenbuch, der findet dieselbe frappierende Übereinstimmung wie zwischen Buddha und Jesus, die ich neulich angeführt habe. Er findet in den fünf ersten Kapiteln der Genesis dasjenige, was in der ägyptischen Priesterwelt gang und gäbe war. Nur müssen wir uns klar sein darüber, auf welchem Wege die Genesis zu den Juden gekommen ist und wie sie von diesen fortgepflanzt ist.

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