17. Der Christusgedanke im ägyptischen Geistesleben

GA 87/1902-03-01/p038 ·1902-03-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Diese Betrachtung wird uns den Ausblick eröffnen auf den eigentlichen Grund der Entstehung der Christus-Figur. Wenn wir zurückgehen auf die heiligen Bücher der Inder, die zweitausend Jahre vor Christi Geburt abgeschlossen worden sind, dann finden wir eine höchst merkwürdige Sage, die uns in der Gestalt der indischen Veden-Literatur entgegentritt. Sie führt uns ein in die ganze indische Weltanschauung. Sie finden da die Sage von [Adhima] und [Heva]. Die beiden wurden als Menschen geschaffen auf Ceylon im Paradies. Sie werden uns vorgestellt in voller Unschuld. Zu ihnen tritt eine Schlange. Sie sagt ihnen: Warum wollt ihr innerhalb dieser Gefilde bleiben? Sie wandern dann durch diese Gebiete und [Adhima] sagt zu [Heva]: Wir wollen doch einmal sehen, was das für ein Land ist, das wir in der Ferne sehen. - Die Schlange hat sie auch dazu aufgefordert und sagte: Ihr werdet, wenn ihr dahin kommt, wie Brahma sein und die tiefsten Geheimnisse der Welt erkennen. - Großartig erscheint ihnen das alles. Aber als sie hinkommen, löst sich das Ganze in eine Art Fata Morgana auf und sie sind in rauen, öden Gefilden. Sie werden aber getröstet von Brahma, welcher ihnen sagt, nachdem als wesenlose Spiegelung ihnen die Welt erschienen war: Ich will euch Vishnu senden.

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