20. Die Apokalypse
Für Apollonius von Tyana stellte sich die untergeordnete Volkssymbolik nur als eine Stufe dar. Der darin Eingeweihte bekam später ein höheres Gleichnis. David Friedrich Strauß, Darwin und so weiter haben darin gefehlt, dass sie gesagt haben, die Phantasie [des Volkes] habe den durch die Wolken fahrenden Blitz als eine göttliche Tatsache vorgestellt, sie sei dann fortgeschritten von dem und bis zu den Göttern gekommen, zu Gott Zeus und so weiter. Das seien aber nur Vorstellungen der Phantasie, der Volksmythologie. Dadurch haben sie alles Religiöse abgestreift. Die [wissenschaftliche] Wahrheit ist an ihre Stelle getreten. Aber niemals ist diese Sache [so] vertreten worden innerhalb der mystischen Lehren. Wenn auch aufgestiegen wurde von [den Vorstellungen] der Volksreligion zu dem wissenschaftlichen Untersuchen des Ganges der Sterne - hinter den Erscheinungen wurde doch erst das Göttliche gesucht. Nicht das, was der Mensch in sich aufnahm, sollte ein Symbol für den äußeren Vorgang sein, nein, gerade umgekehrt. Die ganze Natur wurde selbst ein Gleichnis. In der Mystik der damaligen Jahrhunderte haben wir es genau mit dem Umgekehrten zu tun, als dasjenige ist, das sich die materialistischen Gelehrten des neunzehnten Jahrhunderts vorstellen. Diese glauben, dass das, was die Alten sich ausgedacht haben, nur ein Gleichnis sei. Nein, gerade umgekehrt ist es. Die wissenschaftlich Vorstellung ist nur ein Gleichnis für das, was dahinter liegt.