23. Augustinus

GA 87/1902-04-19/p013 ·1902-04-19 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Das ist das Grundphänomen der Christenheit, dass diese Lehre von der allgemeinen Geistigkeit der Welt, dass diese esoterische Anschauung allmählich überwunden, vergessen wird und verschwindet. Es tritt uns daher ein Christentum ohne diese Weltauffassung, ohne diese Grundstimmung zuerst klar und deutlich bei Augustinus entgegen. Er vertritt eine Anschauung, die frei ist von der Seelenwandelung und frei ist von der Verwandlung des Geistes. In Augustinus tritt uns daher der erste Mystiker entgegen, der es nur mit dem einen persönlichen Menschenleben zu tun hat. Was zwischen den einzelnen Persönlichkeiten liegt, was die alten Religionen eingeschoben haben zwischen der einzelnen Persönlichkeit und der All-Einheit, das ist bei Augustinus weggefallen.

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Cite: GA 87/1902-04-19/p013 · edition original