23. Augustinus

GA 87/1902-04-19/p020 ·1902-04-19 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

Diese Lehre der Manichäer hat Augustinus eine Zeit lang befriedigt, weil er das Schlechte, das Herabziehende, die bösen Leidenschaften, Begierden und Triebe in seiner Jugend empfunden hat. Das konnte er sich nicht anders erklären, als dass diese Kräfte in der Welt vorhanden sind. Gegen diese Anschauungsweise sträubt sich dann aber etwas in dem heiligen Augustinus. So kam es, dass innerhalb dieser Lehre der Widerspruch auftritt, ihm entgegentritt. Er konnte sich nicht erklären, wie zwei Ursprungselemente vorhanden sein konnten: ein gutes All-Eines und ein böses All-Eines. Er konnte dem Irrtum nicht dasselbe Recht [wie der Wahrheit] zugestehen bei seinem fortschreitenden Denken.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/87/1902-04-19/p020.json
Cite: GA 87/1902-04-19/p020 · edition original