23. Augustinus

GA 87/1902-04-19/p028 ·1902-04-19 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist» (Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one.

[Sind es nicht Worte tiefster Erkenntnis über Augustinus, welche uns in den Weisheiten der Biografie des Augustinus entgegentreten?] Was uns früher als Zankapfel entgegengetreten ist, erscheint uns [bei Augustinus] in verklärter Weise. So die Dreieinigkeit, die zu unzähligen Sektenbildungen geführt hat. Wenn uns diese bei Augustinus entgegentritt, so verweist er uns auf unsere Selbsterkenntnis. Er sagt: Ich vertiefe mich in meine eigene Persönlichkeit, und diese tritt mir als ein Dreifaches entgegen. Ich fühle mich zuerst als mein «Sein, dann als der «Erkennend® und dann als der «Wollende. Diese drei bin ich in einer Person. Und so, wie ich diese drei in einer Person bin, so ist es auch in dem, wovon die Persönlichkeit nur ein Abbild ist. — Das Göttliche lebt im Menschen. Der Mensch kann daher nur durch das Eindringen in sein Inneres das Göttliche finden, in der inneren Wahrheit, die wir durch unsere Selbsterkenntnis finden können.

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Cite: GA 87/1902-04-19/p028 · edition original