24. Über Scotus Eriugena
Es wäre falsch, wenn man die Philosophie des Scotus Eriugena vergleichen wollte mit einer anderen. Sie ist nur im Christentum und innerhalb desselben zu begreifen. Sie muss auch so betrachtet werden und nicht etwa so, wie es bei Giordano Bruno der Fall sein kann. Ich habe bereits eine Person angeführt, welche im ersten Jahrhundert gelebt hat und Schriften hinterlassen hat. [Ich meine die Werke des «falschen» Dionysios, deren Urheber mit dem Apostel Paulus in Athen gelebt haben soll.] Wir wissen, dass diese Schriften eine mystische Vertiefung darstellen. Am Ende des fünften Jahrhunderts tritt dann das Bewusstsein auf, dass man es mit uralten Lehren zu tun hat. Als solche wird man sie auch auffassen müssen. Die Lehren sind zurückzuführen auf die Zeit, wo das Johannes-Evangelium und die Apokalypse entstanden sind. Wahrscheinlich hat der, welcher die [Athener] Schule gegründet hat, sie [gegeben].