{"corpus":"steiner","locus":"GA 87/1902-04-26/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wer einen Einblick in die Tiefen des Weltganzen gewonnen hat, der kann unmöglich in solcher Weise zwei Weltmächte anerkennen oder die Welt sich so konstruiert denken. Er muss sich die Welt in einer einheitlichen Weise konstruiert denken, sodass das, was wir als Irrtum ansehen, in einer [einheitlichen] Weise begründet sein muss. Er kann nicht annehmen, dass das Göttliche einen Teil zur Unschönheit bestimmt hat, er kann nur annehmen, dass das Göttliche Ziel und Zweck der Welt bestimmt hat; er kann nur annehmen, dass das Schöne und das Hässliche nur erscheint, dass die Welt nicht die Göttlichkeit selbst ist, nicht die in unergründlicher Göttlichkeit bestehende Wesenheit ist, sondern dass das Göttliche sich ergossen hat in der Welt. Durch die Vielfalt, durch die Mannigfaltigkeit entsteht das Böse. Es hat nur ein Dasein, wenn wir es irdisch aussprechen, es erscheint uns nur dadurch als Böses, [wenn wir die Welt nicht als Maya, nicht als Illusion durchschauen]","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"24. Über Scotus Eriugena","site_heading":null,"date":"1902-04-26","location":null,"word_count":153,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/87/1902-04-26/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/87/1902-04-26/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/87/1902-04-26/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Auch wenn die Mitschrift noch nicht die später übliche Genauigkeit aufweist","evidence_translation":"Even though the transcript does not yet have the accuracy usual later","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 87), which calls the cycle the earliest of which a listener's transcript exists. The translation is the maintainer's, not a published one."}}