24. Über Scotus Eriugena
Zwischen zwei solchen Mächten kann ein direkter Ausgleich nicht gefunden werden. Dasjenige aber, was uns dazu bringen kann zu glauben, dass eine Versöhnung doch möglich sein muss, das zeigen uns Geister wie Scotus Eriugena. Sie kennen noch nicht die scharfe Scheidung zwischen den beiden Flügeln: Naturwissenschaft auf der einen und Religion auf der anderen Seite. Scotus Eriugena konnte noch ein guter Christ sein, und die ganze Welt konnte er noch in christlicher Weltanschauung als Natur bezeichnen. Dem Verstande der heutigen Menschen ist dies, wie es scheint, nicht mehr möglich. Das einzige Heil scheint mir darin zu bestehen, dass wir den Weg weiter verfolgen, der seit Jahrzehnten im Abendlande gegangen wurde. Wir müssen aus den Lichtquellen des Orients, aus den beiden Strömen, die damals noch zusammenflossen, neuen Mut schöpfen und Versöhnung schaffen.