14. Die höhere Entwicklung des Menschen

GA 88/1903-07-12/p007 ·1903-07-12 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Aufzeichnungen von neunzehn Vorträgen und vier privaten Lehrstunden» (Records of nineteen lectures and four private teaching hours). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Diese obere Dreiheit, zu der der Mensch sich emporentwickeln muß, ist aber in Wahrheit tief in ihm verborgen vorhanden, sie liegt seinem Wesen zugrunde, er muß sie nacheinander befreien — «Wie oben, so unten». Die Vielheit, die wir sehen, ist nichts anderes als das Prinzip der Einheit, der Logos, der sich in die Vielheit aufgelöst, zerteilt hat. Nur in der Vielheit kann Disharmonie entstehen, weil die vielen Abgesondertheiten, die alle Teile des Geistes sind, miteinander in Widerstreit geraten können. Schließt diese Vielheit sich wieder zur Gesamtheit zusammen, wird unser Kosmos wieder ein Ganzes, so wird er wieder der Logos, die Harmonie. «Wie oben, so unten!» — Atma, das höchste Prinzip in unserem Kosmos, in unserem Mineralreich, wozu wir die Sterne mit ihren Bahnen und alles Gestirn und alle Kräfte in der Natur rechnen, ist zugleich am tiefsten in die Materie hinabgedrungen, unsere physischen Organe sind wesentlich von Atma belebt und zusammengehalten. Atma als höchstes Prinzip hat sein Gegenbild im physischen Reich.

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