Siebenter Vortrag

GA 89/1904-11-01/p005 ·1904-11-01 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «[Lücke in den Aufzeichnungen». The note-taker's gap marker in the unit's served German text (p010).

Die Menschen nehmen auf jeder ersten Hälfte eines Zyklus und geben dies wieder in der zweiten Hälfte. Und so wird in der ersten Hälfte des einen Zyklus das Mineralreich abgesondert, welches für die Menschen hinderlich ist; sie benutzen also die ganze Kraft, die sonst zur Weiterentwicklung dieses Reiches dienen würde, für sich, und später saugen sie es wieder auf. So wird das Mineralreich in der zweiten Hälfte des Zyklus durch den Menschen erlöst, metamorphosiert. Er gibt in der zweiten Hälfte dem Mineralreich, nachdem er es herausgesondert hat, die Errungenschaften seiner eigenen Entwicklung. Es gibt in der Entwicklung des Menschen nichts, was nicht unter der Metamorphose von Nehmen und Geben stehen würde. Das bedingt unser ethisches Verhalten im höchsten Grade. Alles, was wir uns aneignen, dürfen wir nur nehmen, um es später wieder zu geben.

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Cite: GA 89/1904-11-01/p005 · edition original