Zwölfter Vortrag

GA 89/1904-11-10/p029 ·1904-11-10 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Niederschriften und Vorträge aus den Jahren 1903 – 1906» (Written texts and lectures from the years 1903 to 1906). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 89). The translation is the maintainer's, not a published one.

Ebenso muß man die Schöpfung der Welt hinnehmen als eine freie Tat des Logos. Und der Fortschritt besteht darin, zu wissen, daß man beim Weltall nicht zu fragen hat nach dem Warum, daß die Frage nach dem Grund unberechtigt ist. Alle, die dies eingesehen haben, haben nicht von einem Grund der Welt gesprochen. Jakob Böhme spricht von einem «Ungrund» der Welt. Wollen wir aufsteigen zur Erkenntnis der schöpferischen Weltmacht, so können wir nichts anderes tun, als bis dahin gehen, wo wir wissen, daß im Ziel unsere eigene Entwicklung stehen muß, denn da muß der Schöpfer einmal gestanden haben. Der Schöpfer muß alles umgekehrt besitzen, was wir besitzen. Atma ist der tiefste Punkt in unserem Innern. Der Schöpfer aber hat Atma als lauter Punkte in seinem Umkreis. Der weltschöpferische Logos hatte bei Beginn des Sonnensystems die Eigenschaften, die wir als Ziel unserer Entwicklung gefunden haben, Atma, Budhi, Karana Sharira oder Manas, Kama, Linga Sharira, Prana, Sthula Sharira, alle in seinem Wesen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/89/1904-11-10/p029.json
Cite: GA 89/1904-11-10/p029 · edition original