4. Der Geist im Geisterland nach dem Tode
Während man in der ersten Region mit den Seelen zusammen ist, mit denen man im vorangegangenen physischen Leben durch die nächsten Bande der physischen Welt zusammengehangen hat, tritt man in der zweiten Region in den Bereich aller derjenigen, mit denen man in einem weiteren Sinne sich eins fühlte: durch eine gemeinsame Verehrung, durch gemeinsames Bekenntnis und so weiter. Betont muß werden, daß die geistigen Erlebnisse der vorangegangenen Regionen während der folgenden bestehen bleiben. So wird der Mensch nicht etwa den durch Familie, Freundschaft und so weiter geknüpften Banden entrissen, wenn er in das Leben der zweiten und der folgenden Regionen eintritt. — Auch liegen die Regionen des «Geisterlandes» nicht wie «Abteilungen» auseinander; sie durchdringen sich, und der Mensch erlebt sich in einer neuen Region nicht deswegen, weil er sie in irgendeiner Form äußerlich «betreten» hat, sondern weil er in sich die inneren Fähigkeiten erlangt hat, das wahrzunehmen, innerhalb dessen er vorher unwahmehmend war.
Cite:
GA 9/drei_welten_3-4/p004 · edition original