6. Von den Gedankenformen und der menschlichen Aura

GA 9/drei_welten_3-6/p011 · original (original)

Allein nicht nur die Grundverfassung der Seele, sondern auch vorübergehende Affekte, Stimmungen und andere innere Erlebnisse zeigen ihre Farbenflutungen in der Aura. Ein plötzlich ausbrechender heftiger Ärger erzeugt rote Flutungen; gekränktes Ehrgefühl, das sich in plötzlicher Aufwallung auslebt, kann man in dunkelgrünen Wolken erscheinen sehen. — Aber nicht allein in unregelmäßigen Wolkengebilden treten die Farbenerscheinungen auf, sondern auch in bestimmt begrenzten, regelmäßig gestalteten Figuren. Bemerkt man bei einem Menschen eine Anwandlung von Furcht, so sieht man diese zum Beispiel in der Aura von oben bis unten wie wellige Streifen in blauer Farbe, die einen blaurötlichen Schimmer haben. Bei einer Person, an der man bemerkt, wie sie mit Spannung auf ein gewisses Ereignis wartet, kann man fortwährend rotblaue Streifen radienartig von innen gegen außen hin die Aura durchziehen sehen.

Read this passage in another edition
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/9/drei_welten_3-6/p011.json
Cite: GA 9/drei_welten_3-6/p011 · edition original