{"corpus":"steiner","locus":"GA 9/wesen_des_menschen_1-4/p025","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Für den in den geistigen Gebieten «Sehenden» ist diese geistige Wesenheit des Menschen als der höhere — eigentliche geistige — Teil der Aura eine wahrnehmbare Wirklichkeit. Er «schaut» innerhalb der Geisteshülle den Geistesmenschen als Lebensgeist; und «er schaut», wie sich dieser «Lebensgeist» fortwährend durch Aufnahme von Geistesnahrung aus der geistigen Außenwelt vergrößert. Und ferner sieht er, wie durch diese Aufnahme sich die Geisteshülle fortdauernd weitet, wie der Geistmensch immer größer und größer wird. Insofern dieses «Größerwerden» räumlich «geschaut» wird» ist es selbstverständlich nur ein Bild der Wirklichkeit. Dessen ungeachtet ist in der Vorstellung dieses Bildes die Menschenseele auf die entsprechende geistige Wirklichkeit hin gerichtet. Es ist der Unterschied der geistigen Wesenheit des Menschen von seiner physischen, dass die letztere eine begrenzte Größe hat, während die erstere unbegrenzt wachsen kann. Was an geistiger Nahrung aufgenommen wird, hat ja einen Ewigkeitswert. Aus zwei sich durchdringenden Teilen setzt sich deshalb die menschliche Aura zusammen. Dem einen gibt Färbung und Form das physische Dasein des Menschen, dem andern sein geistiges. Das Ich gibt die Trennung zwischen beiden, in der Art, dass sich das Physische in seiner Eigenart hingibt und einen Leib aufbaut, der eine Seele in sich aufleben lässt; und das Ich gibt sich wieder hin und lässt in sich den Geist aufleben, der nun seinerseits die Seele durchdringt und ihr das Ziel gibt in der Geisteswelt. Durch den Leib ist die Seele eingeschlossen im Physischen, durch den Geistesmenschen wachsen ihr die Flügel zur Bewegung in der geistigen Welt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"IV. Leib, Seele und Geist","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":245,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/9/wesen_des_menschen_1-4/p025","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["AP1971","RSP1965"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/9/wesen_des_menschen_1-4/p025"},{"lang":"en","edition":"RSP1965","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"locus":"GA 9/c01_part04/p025","anchor_mapped":true,"anchor_method":"ordinal","anchor_confidence":"high","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/9/c01_part04/p025"}]}