XLV. Okkulte Forschung über die Evangelien

GA 90a/1904-07-18/p032 ·1904-07-18 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1903–1904 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1903-1904, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90a); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Gehen Sie zu der uralten Lehre der Inder; da werden Sie zu dem Urgesetz kommen. Das ist alles, was zu den Veden gehört. «Veda heißt nichts anderes als «das heilige Wissen, und Wissen bedeutet für all diese alten Zeiten etwas, was von Gott selbst stammt. Die Bedeutung dieser Auseinandersetzung würde uns aber zu weit führen. Der bedeutendste Teil der Veden ist der Rig-Veda. ‹Rig› heißt das ‹Wort›, und die Lehren des Rig-Veda wurden so vorgestellt, dass die großen Lehrer sie von Gott selbst empfangen haben. Es ist das Wissen, und dieses Wissen wurde im Rig-Veda niedergeschrieben. Es ist das Wissen, das den Rishis geoffenbart worden war. Auch bei den alten Indern ist das Wort schon so verstanden worden, dass nicht bloß das Wort ist, das gesprochen wird, sondern das, wodurch das Wort gemacht ist. Wie durch den Schall das Wort geschaffen wird, so wurde durch das Wort auch das Universum gebildet.

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