XLVII. Ein Überblick über unsere Entwicklung
Aber wie konnte man diese Stadien damals betrachten. Dazumal war das Wissen auf eine ganz andere Weise gewonnen worden. Ein Wissen, welches so gewonnen wird dadurch, dass man die Dinge beobachtet und sich dann Vorstellungen von den Dingen bildet, gibt es erst seit der Mitte der dritten Wurzelrasse. Vor der Mitte der dritten Wurzelrasse hat niemand auf diese Weise Erkenntnisse erworben, dass er die Dinge angeschaut, beobachtet hat. Dieses Wissen durch äußere Beobachtung, die Erfahrung, beginnt erst in der Mitte der lemurischen Rasse. Alles ist in einer gewissen Weise im Fluss, und so beginnt dieses Wissen für die zwei vorzüglichsten Sinne, vorzugsweise in der Mitte der lemurischen Rasse. Die anderen Sinne, Geruch und Geschmack, hatten schon vorher Empfindung. Aber das Gehör und das Gesicht begannen erst in der Mitte der lemurischen Rasse. Vorher stieg das Wissen auf, wie wenn von der Erde heraus eine Art Wasser sprudelte, es war gleichsam, dass der Mensch herüberbrachte über den Mittelpunkt der lemurischen Rasse, dass er zeigte im Besonderen seine vorhergehenden Zustände selbst, seine Zustände während der ersten, zweiten und der ersten Hälfte der dritten Menschenrasse. Dies war eine Art von intuitivem Erinnerungswissen, und es war so, dass der Mensch sich dazumal, als er nach außen hin sehend, hörend und wahrnehmend wurde, sich an drei wichtige Zustände erinnerte.
Cite:
GA 90a/1904-07-26/p008 · edition original