XLVII. Ein Überblick über unsere Entwicklung

GA 90a/1904-07-26/p017 ·1904-07-26 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1903–1904 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1903-1904, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90a); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Während jeder Epoche, die jetzt kommt, hat Manas eine ganz bestimmte Aufgabe. Die erste Epoche, die wir antreffen ist die von der Mitte bis zum Ende der lemurischen Zeit. Da erzieht Manas die äußere Wahrnehmung, die der Mensch sich in der lemurischen Rasse zu erwerben hatte. Dann hat der Mensch - das kommt dazu — mit dem, was er sieht, Vorstellungen zu verbinden. Was der Mensch da aber noch nicht hat, das sind das Gedächtnis und die Denkkraft. Gedächtnis und Logik gibt es da noch nicht. Der Mensch kann zwar etwas sehen und mit dem Gesehenen eine Vorstellung verbinden, aber er ist unfähig, diese Vorstellung gedächtnismäßig festzuhalten. Sein Vorstellungsvermögen ist jedoch umso intensiver. Es ist ungeheuer intensiv und von ungeheurer Lebhaftigkeit, sodass sie an ihm nicht vorübergehen, ohne ein ganz bestimmtes Gefühl zurückgelassen zu haben. Sie werden nicht gedächtnismäßig zurückgehalten, denn ein solches Gedächtnis hat der lemurische Mensch noch nicht. Aber er behält es im Gefühl. Überreste der lemurischen Rasse finden sich in den dekadenten Stämmen in Australien. Sie haben auch noch kein Gedächtnis, das über vierundzwanzig Stunden reicht.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/90a/1904-07-26/p017.json
Cite: GA 90a/1904-07-26/p017 · edition original