LXX. Apokalypse VII

GA 90a/1904-11-14/p008 ·1904-11-14 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1903–1904 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1903-1904, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90a); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Der Materialist sagt: Das Auge wird vom Licht berührt und das Auge empfindet es; der Mystiker sagt: Indem ich das Licht wahrnehme, weiß ich, es kommt von außen; aber wie kommt es, dass mein Auge es wahrnimmt? Da müssen wir uns sagen, dass der Mensch Organe an sich selbst herangebildet hat. Im Keimzustande wiederholt der Mensch alles, was er früher durchgemacht. Tiere, die in eine dunkle Höhle kriechen, verlieren das Augefnlicht], sodass die Nachkommen augenlos zur Welt kommen. Das Licht hat also einstmals gewirkt, dass wir Organe haben. Eine Kraft ist das Licht, welche uns das Auge geschaffen. Das Licht ist auch von innen - und schafft das geistige Auge. «Wäre nicht das Auge sonnenhaft, wie könnten wir das Licht erblicken.» In uns ist das Licht hinein.

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Cite: GA 90a/1904-11-14/p008 · edition original