LXX. Apokalypse VII
Das Auge macht keine Ansprüche auf eigenes Leben, es gibt sich hin. Das Ohr ist komplizierter als das Klavier. Der Mensch ist nicht so weit. Als wenn das Auge die Farbe in sich selbst erleben möchte, es gibt sich hin - stellt sich in den Dienst der anderen Organe. Die Organe des Menschen also leben viel höher als er selbst. [...] Der Mensch könnte durch das Ohr nicht hören, wenn es selbst empfinden möchte. Er aber muss so werden. Er muss sich hingeben den anderen Menschen, als Organ sich hingeben, um einen Geistesmenschen zu ergeben.
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GA 90a/1904-11-14/p018 · edition original